15. November 2018 | Aus den Stämmen

Wir gründen eine Siedlung…

Die FeG Wittlich hat nach den Sommerferien 2018 eine Pfadfindersiedlung gegründet. Wie ihr Weg aussah erzählen sie im folgenden Bericht. 

„Es ist ein Jahr her, als sich zwei Väter über die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde Gedanken gemacht haben. Sie haben Pfadfinder für ihre drei Kinder ins Auge gefasst.
Diesen Plan haben sie der Gemeindeleitung eröffnet.

Durch eine Info- und Schulungsveranstaltung des Referenten für Pfadfinderarbeit der FeG Deutschland vor einer kleinen Gruppe von Eltern wurde das Interesse geweckt.
Die Teilnahme an dem Bundesthing, dem Ablegen des Pfadfinderversprechens und einer Grundlagenschulung waren die nächsten Schritte der Mitarbeiter der Wittlicher Siedlung. Unseren Patenstamm, die „Westerburger Burgmannen“, lernten wir bei einem Besuch ihrer Gruppenstunde kennen.

Durch Gespräche und etwas Werbung in der Gemeinde, gewannen wir einige Mitarbeiter und Helfer für die Pfadfinderarbeit. Mittlerweile hatte sich die Zahl der Kinder, die sich dafür interessierten auf acht erhöht.

Wir wagten ein Starterwochenende mit einem Programm von Freitag bis Sonntag.
Am Freitagnachmittag wurden unsere Behausungen für das Wochenende, die Kothen und die Jurte aus Westerburg gebracht. Gemeinsam mit dem Stammesführer unseres Patenstammes war Zeltaufbau angesagt. Das erste Pfadfinderlager der Gemeinde Wittlich entstand. Den Abend ließen wir dann gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Am Samstag begannen wir mit der Grundlagenvermittlung. Es nahmen 15 Kinder teil. Die ersten Lektionen waren: Wer oder was sind Pfadfinder? Wie geht der Pfadfindergruß? Was bedeutet er? Wie macht man Feuer ohne Streichhölzer? Das alles macht natürlich hungrig. Suppe im großen Topf über dem Feuer gekocht ist da nicht nur Ernährung, sondern auch Abenteuer. Danach stand ein „Haik“ auf dem Programm, ein Geländelauf mit Sucheinlage um einen „Schatz“ zu finden. Der Weg und der Schatz wurden gefunden. Zum Abendessen wurden Würstchen gegrillt und ein Salate- und Gemüsebuffet rundete das Mahl ab. Langsam neigte sich der schöne Tag und es machten sich neun Kinder zur Übernachtung in der Kothe fertig. Einige übernachteten zum ersten Mal im Zelt. Nach einigen Gute-Nacht-Geschichten trat dann doch bald Ruhe in die Kothen ein und alle schliefen tief und fest.
Der Sonntagmorgen begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der Jurte. Im anschließenden Startergottesdienst wurde die Horde etwas rauchig riechender und leicht müder Pfadfinder vorgestellt. Die Arbeit mit Kindern innerhalb der Pfadfinderschaft wurde erläutert. Mit Gebet und Segen wurde dieser neue Zweig der Gemeindearbeit eingeführt.
Nach dem Gottesdienst wurden alle Besucher zum Mittagessen in der Jurte und im Lager eingeladen und konnten einen Einblick in das Pfadfinderleben nehmen.

So endet unser Start als Pfadfindersiedlung und wir sind gespannt wie der Weg weiter gehen wird. Als nächste Ziele steuern wir die verbindliche Zugehörigkeit der Kinder durch das Pfadfinderversprechen und die Gründung eines eigenen Stammes an. Dazu sind wir ‚Allzeit bereit‘.“